Film als Handwerk – die Dreharbeiten
Gedreht hat Julia Daschner auf 16mm. Denn die Verwendung von traditionellem Filmmaterial spielte wegen seines enormen Kontrastumfangs und der Sinnlichkeit des Filmkorns für sie eine entscheidende Rolle. Auch ist diese Kamera wegen ihrer Robustheit selbst bei andauernden Dreharbeiten im Freien weitgehend störungsfrei. Schließlich sollte die „große“ Kamera im Gegensatz zu einer kompakten Digi-Kamera den Charakter ihrer Arbeit als Hand-Werk unterstreichen und ihren Respekt für die Arbeit ihrer Protagonisten zum Ausdruck bringen. Das Film-Team von AUF DER WALZ bestand nur aus Julia Daschner. Sie war gleichzeitig Regisseurin, Kamerafrau und Tonmeisterin. Durch den Verzicht auf eine Crew fand sie die Nähe zu ihren Protagonisten und konnte mitten in deren Treffen, Festen und Ritualen ihre Aufnahmen machen. Eine spezielle Tragekonstruktion erlaubte es ihr, auch während der Wanderschaft zu drehen. Das zusätzliche Kameraequipment, Filmmaterial sowie persönliche Ausrüstung waren in dem unteren Teil der Trage verstaut. Mithilfe dieser Ausrüstung war es ihr möglich, ihre wandernden Gesellen immer wieder rund um die Uhr zu begleiten und die Atmosphäre(n) einzufangen - auf der Landstraße, auf Baustellen, in Nachtquartieren.
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